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Flächenwidmungsplan Oberösterreich

Gib eine Adresse ein oder tippe auf die Karte. Du siehst, was dort gewidmet ist und was die amtliche Kennzahl bedeutet, vom Kerngebiet bis zum Grünzug.

Linz Froschberg
Thomas Ledl · CC BY-SA 4.0
Auf der Karte zeigen

Tippe auf die Karte, um die Widmung an einer Stelle zu sehen.

Widmung: Land Oö., doris.at (Flächenwidmungspläne der Gemeinden), CC BY 4.0

Was die Widmung aussagt

Die Widmung sagt, wofür ein Grundstück verwendet werden darf. Sie entscheidet, ob dort gewohnt, gearbeitet oder gar nicht gebaut werden darf, und sie ist damit die erste Frage vor jedem Kauf und vor jeder Umnutzung. Der oberösterreichische Plan führt jede Fläche als Kennzahl; die Kategorien auf der Karte fassen die Klassen des Oö. Raumordnungsgesetzes zusammen:

Gemischt & Geschäft
Kerngebiet, Dorfgebiet, gemischtes und eingeschränktes gemischtes Baugebiet, dazu die Geschäftsgebiete. Wohnen, Handel, Gastronomie und Büro nebeneinander.
Betrieb & Industrie
Betriebsbaugebiet, Industriegebiet und Ländeflächen am Hafen. Für Produktion, Lager und Umschlag.
Wohnen
Wohngebiet, reines Wohngebiet und Zweitwohnungsgebiet. Oberösterreich führt zusätzlich eigene Klassen für förderbaren und sozialen Wohnbau, etwa für mehrgeschoßige Wohnbauten oder verdichtete Flachbauweise.
Grün & Schutz
Land- und Forstwirtschaft, Grünzug, Trenngrün, Parkanlagen, Dauerkleingärten und Sportflächen. Kein Bauland. Hierher gehören auch die bestehenden Wohngebäude im Grünland.
Sonstige
Verkehrsflächen, Kurgebiet und die Sondergebiete des Baulandes. Was dort zulässig ist, sagt erst der Zweck der einzelnen Zone.

Die oberösterreichischen Pläne sind parzellenscharf. Straßen und Bahnflächen sind dadurch eigene Zonen, und ein Adresspunkt liegt leicht auf der Fahrbahn davor. Am Linzer Hauptplatz kommt so zuerst „fließender Verkehr“ heraus. Darum suchen wir in einem kleinen Umkreis die angrenzende Bauland-Fläche.

Wie viel gebaut werden darf, steht nicht hier

Der Flächenwidmungsplan sagt, WOFÜR eine Fläche gewidmet ist. Wie dicht und wie hoch gebaut werden darf, legt in Oberösterreich der Bebauungsplan der Gemeinde fest, und der ist ein eigenes Dokument. In 1.430 Linzer Zonen war das Dichte-Feld des Landesdienstes durchgehend leer: darum zeigen wir hier keine Dichte, statt eine Null auszugeben, die wie eine Angabe aussieht.

Zwei Eigenheiten fallen in Linz auf. Erstens ist „Sondergebiet des Baulandes“ die zweithäufigste Widmung überhaupt, und was dort gilt, steht im Zweck der einzelnen Zone („Tourismusbetrieb“, „Wohnnutzung, max. 3 Wohnungen“). Wir zeigen ihn mit an, wenn der Plan ihn führt. Zweitens gibt es die eigene Klasse „Bestehende Wohngebäude im Grünland“: ein Haus darf dort stehen bleiben, Bauland ist die Fläche deshalb nicht.

Wo die verbindliche Auskunft liegt

Diese Seite ist eine Orientierung, keine Rechtsauskunft. Rechtswirksam sind die Flächenwidmungspläne der Gemeinden; für ein Bauvorhaben zählt allein die Auskunft der Gemeinde.

DORIS, Geodaten des Landes Oberösterreich

Grenzen dieser Karte

Parzellenscharf
Die Pläne folgen den Grundstücksgrenzen. Dadurch sind auch Straßen und Bahnflächen eigene Zonen.
Ganzes Bundesland
Das Land führt die Pläne aller Gemeinden. Die Karte hier zeigt den Raum Linz, der Dienst selbst deckt ganz Oberösterreich.
Keine Bebauungsdichte
Die Dichte steht im Bebauungsplan der Gemeinde. Der Landesdienst führt sie im Widmungsplan nicht, also zeigen wir sie auch nicht.
Stand der Daten
Der Dienst liefert den aktuell veröffentlichten Stand. Laufende Änderungsverfahren sind darin nicht sichtbar.
Keine Rechtsauskunft
Für Bauvorhaben und Umwidmungen entscheidet die Gemeinde, nicht diese Darstellung.

Passend dazu

An derselben Adresse zeigen wir auch, wie laut, wie warm und wie gut angebunden die Lage ist.

Häufige Fragen

Wie finde ich die Widmung für eine bestimmte Adresse in Oberösterreich?

Gib die Adresse oben ein und wähle sie aus der Liste. Die Karte springt hin und zeigt die Widmung an dieser Stelle. Alternativ tippst du direkt auf die Karte.

Warum sehe ich eine Kennzahl statt eines Namens?

Der Landesdienst liefert je Fläche nur eine Kennzahl, etwa 11006 oder 13003. Den Klartext dazu führt das Land in der Symbolisierungs-Datei seines Datensatzes. Wir haben beide zusammengeführt, darum steht hier „Wohngebiet“ und „Grünzug“ statt der Zahl. Die Kennzahl selbst zeigen wir mit an, damit sie mit dem amtlichen Plan vergleichbar bleibt.

Was ist ein Sondergebiet des Baulandes?

Eine eigene Widmung für Nutzungen, die in keine der Standardkategorien passen, etwa Einkaufszentren, Beherbergungsbetriebe oder Anlagen der Gemeinde. Die Widmung allein sagt darum wenig: entscheidend ist der Zweck, den der Plan für die einzelne Zone festlegt.

Was heißt „Bestehende Wohngebäude im Grünland“?

Dass dort ein Wohnhaus steht, das der Plan als Bestand anerkennt, obwohl die Fläche Grünland ist. Neubau, Zubau und Umnutzung sind dort stark eingeschränkt. Wer ein solches Haus kauft, sollte vor dem Kauf mit der Gemeinde klären, was noch möglich ist.

Wo steht, wie hoch ich bauen darf?

Im Bebauungsplan der Gemeinde, nicht im Flächenwidmungsplan. Der Widmungsplan sagt, wofür die Fläche vorgesehen ist; Dichte, Höhe und Bauweise regelt die Gemeinde in einem eigenen Plan.

Gilt das auch außerhalb von Linz?

Ja. Das Land führt die Pläne aller oberösterreichischen Gemeinden, und der Dienst antwortet im ganzen Bundesland. Diese Karte ist auf den Raum Linz eingestellt; für Gemeinden weiter außerhalb ist DORIS die richtige Anlaufstelle.

Ist diese Auskunft rechtsverbindlich?

Nein. Wir zeigen die amtlichen offenen Daten des Landes Oberösterreich im Klartext. Rechtswirksam sind die Pläne selbst, und für ein konkretes Vorhaben zählt die Auskunft der Gemeinde.

Stand: August 2026