Universität Wien
Hauptgebäude & Campus Altes AKH
Alsergrund direkt am Campus, dazu Josefstadt und Währing: Altbau-Grätzl mit kurzen Wegen zu Ring und U-Bahn.
Ratgeber · Studieren in Wien
Wien ist mit rund 200.000 Studierenden die größte Universitätsstadt im deutschen Sprachraum, hat aber nur etwa 18.700 Heimplätze, also für weniger als jeden Zehnten. Wer rechtzeitig plant, wohnt trotzdem gut und leistbar. Hier ist der ehrliche Vergleich der drei Wege, mit echten Preisen, dem richtigen Zeitplan und den Anbietern zum direkten Bewerben.

Preise: publizierte Heim-Listen 2026/27, WG-Erhebungen 2026, Angebotsmieten-Analysen 2026. Alles Orientierung, kein Angebot.
Für das Wintersemester bewirbst du dich idealerweise zwischen März und Mai, manche Fristen starten schon im März. Die Wartelisten laufen nach Eingangsdatum, und eine Bewerbung ist bei den meisten Trägern unverbindlich, also ruhig bei mehreren gleichzeitig.
Im Spätsommer drängt halb Europa gleichzeitig auf den Wiener Markt. Wer im Juni oder Juli beginnt, hat spürbar mehr Auswahl, ein paar Monate Vorlauf sind ein Erfahrungswert, kein Gesetz.
Wer erst kurz vor Semesterstart sucht, findet bei den großen Trägern in der Regel nichts mehr frei, Wartelisten und Nachrücker-Plätze sind dann der Weg. Realistischer sind jetzt WG-Zimmer, kurzfristig frei werdende Heimplätze über die Sommerheim-Seiten der Träger und ein befristetes Zwischenquartier für die ersten Wochen.
Die Hauptwohnsitz-Meldung ist Pflicht, auch im Heim und in der Untermiete. Das Heim beziehungsweise die Hauptmieterin unterschreibt den Meldezettel als Unterkunftgeber.
Eine Auswahl der großen Träger, alphabetisch, mit publizierten Preisspannen für 2026/27 (ändern sich jährlich). Die Bewerbung läuft direkt auf deren Websites, meist kostenlos oder für eine kleine Anmeldegebühr.
Auswahl ohne Anspruch auf Vollständigkeit, in Wien gibt es rund 100 Heime; alle Links führen direkt zu den Trägern (kein Provisions- oder Werbeverhältnis). Gut zu wissen: Kautionen von 600 bis 750 Euro sind üblich, Verträge laufen oft 12 Monate (für Austausch-Semester teils kürzer), und nach dem Studentenheimgesetz kannst du immer zum Semesterende kündigen (Wintersemester bis 30.11., Sommersemester bis 30.4.).
Rechtlich gibt es zwei WG-Formen: Entweder alle unterschreiben gemeinsam den Hauptmietvertrag (gleichberechtigt, aber in der Regel haftet jeder für die ganze Miete mit), oder eine Person ist Hauptmieterin und die anderen wohnen in Untermiete. Als Untermieterin bist du die schwächere Partei, dein Vertrag hängt am Hauptmietvertrag.
Darum: Untermietvertrag immer schriftlich, mit klar benanntem Zimmer, fixem Untermietzins und Kündigungsfrist. Und als Faustregel der Arbeiterkammer: Schlägt die Hauptmieterin mehr als rund 50 Prozent auf die anteilige Miete auf, ist das missbräuchlich überhöht und angreifbar.
Kleine Wohnungen ab etwa 630 Euro findest du am ehesten in Favoriten, Simmering oder Floridsdorf, alle drei mit U-Bahn-Anschluss und deutlich günstiger als die Innenbezirke. Welche Bezirke Preis und Anbindung am besten verbinden, zeigt unser Ranking, und entlang welcher U-Bahn du suchst, das U-Bahn-Special.
Beim Vertrag gilt: Befristete Mietverträge müssen bei privaten Vermietern mindestens 3 Jahre laufen, bei gewerblichen seit 2026 mindestens 5. Kündigen kannst du selbst nach dem ersten Jahr mit 3 Monaten Frist, du bist also nicht bis zum Studienende gebunden. Und im Altbau ist die Miete über das Richtwert-System gedeckelt, prüfen lohnt sich.
Die Wiener Unis liegen weit auseinander, das richtige Grätzl hängt also davon ab, wo du studierst. Hier die Gegenden mit kurzem Weg je Hochschule; jeder Ort ist im Grätzl-Atlas mit echten Daten beschrieben.
Hauptgebäude & Campus Altes AKH
Alsergrund direkt am Campus, dazu Josefstadt und Währing: Altbau-Grätzl mit kurzen Wegen zu Ring und U-Bahn.
Campus WU im Prater
Leopoldstadt rund um Prater und Nordbahnviertel ist erste Wahl, die Brigittenau die günstigere Nachbarin, und über die U2 auch die Donaustadt.
Karlsplatz & Getreidemarkt
Wieden und Margareten liegen in Gehweite, Mariahilf gleich dahinter: zentrale Grätzl, entsprechend gefragt.
Währinger Gürtel
Alsergrund und Josefstadt innen, Hernals und Währing außen am Gürtel, dort wird es spürbar günstiger.
Türkenschanze
Währing und Döbling liegen direkt an der Türkenschanze, grün und ruhig; Hernals ist die leistbarere Alternative.
Favoriten / Alt Erlaa
Favoriten ist der günstigste große Bezirk der Stadt mit U1-Anschluss; auch Liesing ist über die Badner Bahn gut dran.
Wohnbeihilfe Wien: Voraussetzungen & Antrag →
Je nach Träger und Kategorie etwa 290 bis 735 Euro pro Monat, all-in mit Strom und Internet. Ein Platz im Doppelzimmer startet bei rund 290 Euro (etwa bei home4students), ein eigenes Zimmer liegt meist zwischen 415 und 735 Euro (Preislisten 2026/27).
Meist der Platz im Doppelzimmer im Heim (ab etwa 290 Euro all-in), dann das WG-Zimmer (etwa 300 bis 500 Euro inklusive Nebenkosten), dann die eigene Garçonnière (rechnerisch 630 bis 840 Euro plus Kaution und Möblierung).
Für das Wintersemester idealerweise zwischen März und Mai, manche Fristen starten schon im März. Die Wartelisten laufen nach Eingangsdatum; bewirb dich unverbindlich bei mehreren Trägern gleichzeitig.
In Wien ja, aber nur für Mietwohnungen, nicht für Heimplätze. Du brauchst den Hauptwohnsitz in Wien und ein eigenes Mindesteinkommen, wobei Studienbeihilfe und Stipendien zählen, reine Unterstützung der Eltern nicht.
Ja, die Anmeldung binnen 3 Tagen nach Einzug ist sogar Pflicht. Das Heim unterschreibt den Meldezettel als Unterkunftgeber.
Nach dem Studentenheimgesetz kannst du immer zum Semesterende kündigen (Wintersemester bis 30. November, Sommersemester bis 30. April). Bei wichtigen Gründen wie Studienabschluss oder Ortswechsel geht es zum nächsten Monatsende.
Schriftlicher Untermietvertrag mit klar benanntem Zimmer, fixem Zins und Kündigungsfrist. Und die AK-Faustregel: Mehr als rund 50 Prozent Aufschlag auf die anteilige Miete ist missbräuchlich überhöht.
Die Semesterkarte gibt es seit Februar 2026 nicht mehr. Für alle unter 26 gilt die Jahreskarte Jugend, unabhängig vom Hauptwohnsitz: 294 Euro digital, 300 Euro als gedruckte Karte, in Monatsraten 309 beziehungsweise 315 Euro. Ein Studiennachweis ist nicht nötig. Ab 26 brauchst du die reguläre Jahreskarte (461 Euro digital) oder das KlimaTicket.
Stand: 15. August 2026 (Heim-Preislisten 2026/27 je Haus geprüft, Studienbeihilfe ab 1.9.2026, Öffi-Ticket 2026) · Orientierung, keine Rechtsberatung · Kostenlose Beratung: ÖH-Wohnrechtsberatung