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Quellen zum Video

Wiener Altbau, um 1900

Vier Menschen, 28 Quadratmeter, vier Klos für sieben Wohnungen: So wohnte um 1900 fast jeder dritte Mensch in Wien. Der Short zieht dafür den echten Grundriss eines Zinshauses aus einer Werbeschrift der Gemeinde Wien von 1929 in 3D auf und fragt am Schluss, was in deiner Familie über das Wohnen früher erzählt wurde. Das lange Video „So lebte eine normale Wiener Familie um 1900“ geht in 20 Minuten durch dasselbe Stockwerk, Raum für Raum, und fragt, wer arbeitet, was auf den Tisch kommt und wie eine Hilfsarbeiterfamilie durch den Krieg kam. Hier stehen die Quellen beider Filme, für den Short Aussage für Aussage.

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Video · 1:10 · mit Ton

Was das Video zeigt

Das Video beginnt mit dem echten Grundriss eines Wiener Zinshauses aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg; die Wände sind aus dem Plan selbst in 3D hochgezogen. Eine Wohnung aus Zimmer und Küche misst darin 28 Quadratmeter, im Schnitt lebten in solchen Wohnungen fast vier Menschen, und vier Klos teilten sich sieben Wohnungen. In Wohnungen aus zwei Räumen, die Küche mitgezählt, lebte 1900 fast jeder dritte Mensch in Wien, in jeder fünften dieser Wohnungen sechs und mehr. Dann sinken Möbel in die Wohnung, wie sie Erhebungen von 1894 bis 1918 beschreiben: drei Betten, ein Kinderbett, ein Kasten und ein eiserner Ofen im Zimmer, Herd und Kredenz in der Küche.

Das Klo lag bei fast drei von vier Wiener Wohnungen draußen, meist am Gang, so zählte es die Volkszählung vom 31. Dezember 1900. Dort war auch das Wasser: eine Leitung für mehrere Wohnungen, die Bassena. Das Video zeigt dazu ein Foto aus dem Haus Schimmelgasse 17 im 3. Bezirk, erbaut 1859, und ein gusseisernes Becken der Wiener Firma Wallner & Neubert.

Um den Zins zu zahlen, vermieteten viele noch einen Schlafplatz weiter, an Bettgeher: 1900 war jeder fünfundzwanzigste Mensch in Wien einer. Zwei gemalte Bilder zeigen, wie das Zimmer und die Küche ausgesehen haben könnten; sie sind als KI-Bild gekennzeichnet. Im Ersten Weltkrieg wurde kaum noch gebaut: 1913 kamen in Wien 13.128 Wohnungen dazu, 1918 nur 36. Ein echter Film vom März 1920 zeigt Frauen in der Schlange vor den Ständen einer Markthalle; Wohnungen und Essen blieben auch nach dem Krieg knapp.

Heute hat ein Mensch in Wien im Schnitt 35,5 Quadratmeter, mehr als damals eine ganze Familie in Zimmer und Küche. Eng ist es trotzdem für viele: 8,8 Prozent der Wiener Haushalte gelten als überbelegt, fast jeder elfte. Am Schluss fragt das Video, was in deiner Familie über das Wohnen früher erzählt wurde, egal ob in Wien oder ganz woanders.

Das lange Video „So lebte eine normale Wiener Familie um 1900“ geht in 20 Minuten durch dasselbe Stockwerk, Kapitel für Kapitel: Zimmer und Küche, Wasser, Klo und Licht, ein Bett zu vermieten, wer arbeitet, die Schneiderstadt, was auf den Tisch kommt, der Sonntag, Mütter im Dienst und Kinder in Kost, der Krieg und was bleibt. Es erzählt von Adelheid Popp, die als Kind Knöpfe annähte, von der Modistin Helene Kastner und ihrem Arbeitsbuch, von Dienstmädchen, die ihr Kind ins Findelhaus geben mussten, und von einer Hilfsarbeiterfamilie, die von 1913 bis 1920 Buch geführt hat: 1917/18 konnte sie mit allem Geld zusammen nur noch 59 Prozent dessen kaufen, was sie vor dem Krieg kaufen konnte. Am Ende steht der Mieterschutz von 1917. Auch hier sind die Bilder echt: Fotos, Zeichnungen und Dokumente aus Wien Museum, Wienbibliothek und alten Büchern und Zeitungen, der Generalstadtplan 1904 der Stadt Wien und Filme von Lucien Le Saint aus dem Frühjahr 1920; zwei gemalte Innenansichten sind als KI-Bild gekennzeichnet.

Echt sind im Short der Grundriss und das Foto aus der Werbeschrift „Die Wohnungspolitik der Gemeinde Wien“ von 1929 (Wienbibliothek im Rathaus, gemeinfrei), das Foto der Bassena (SchiDD, CC BY 4.0) und der Film von Lucien Le Saint aus den Archives de la Planète des Musée départemental Albert-Kahn (CC0). Zwei Bilder sind mit KI gemalt und im Film als „KI-Bild, kein Foto“ gekennzeichnet: das Zimmer und die Küche, gemalt nach Blicken in das 3D-Stockwerk. Die Werbeschrift warb für den Wohnbau der Stadt; ihre Pläne und Fotos zeigen die Häuser davor, ihre Wertungen übernimmt das Video nicht. Das 3D-Stockwerk ist aus den Wänden des Plans gebaut, Felder, Schilder, Möbel, Zähler und Quadrat sind aus den Zahlen und Beschreibungen gezeichnet. Mit KI erzeugt sind außerdem die Stimme, die Musik und die Geräusche.

Quellen und Bildnachweise

Daten

Für den Film haben wir die Daten ausgeschnitten, umgerechnet und neu gezeichnet.

Bilder

  1. unbekannt (Zeichner:in; herausgegeben vom Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum), Die Wohnungspolitik der Gemeinde Wien (den „Grundriß eines Wohnhauses der Vorkriegszeit mit indirekt belichteten und belüfteten Gangküchen und aneinandergereihten gemeinsamen Aborten“, S. 4), 1929 (2. Auflage). Wienbibliothek im Rathaus, digital.wienbibliothek.at. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: im Short Ausschnitt des Plans ohne Bildtitel, Druckraster leicht entfernt, das Rosa des Papiers zur Hälfte entsättigt. Am Anfang und in der Mitte als 3D-Stockwerk: der Plan als Boden, die Wände aus seinen Wandstrichen hochgezogen (die Höhe zeigt ein Grundriss nicht, sie ist angenommen), mit Kamerafahrten; im Bild steht „Echter Grundriss vor 1914, in 3D aufgezogen“. Ergänzt: die vier Aborte golden, eine Wohnung aus Zimmer und Küche in vier Felder geteilt; mit „sechs Menschen und mehr“ sinken Möbel in die Wohnung (im Zimmer drei Betten, ein Kinderbett, ein Kasten, ein eiserner Ofen, ein Tisch, zwei Sessel und eine Kommode, in der Küche Herd, Kredenz, Schaff und an der linken Wand ein Schlafplatz; wo sie stehen, ist Darstellung); die Schilder „28 m²“ und „Klos“; am Schluss von oben, mit einem goldenen Quadrat von 35,5 m² neben der Wohnung. Zwei Blicke in Augenhöhe in dieses Stockwerk samt Möbeln sind die Vorlagen der zwei gemalten KI-Bilder. Im langen Video dasselbe 3D-Stockwerk durch den ganzen Film, im Bild „Wien, 1900 · echter Grundriss vor 1914, in 3D aufgezogen“: die Wände wachsen aus dem Plan, die Möbel sinken ein, und jedes Kapitel lässt eine goldene Spur, die danach hell stehen bleibt (die Betten; die vier Klos mit dem Schild „Klos am Gang“; der Schlafplatz in der Küche mit dem Schild „Schlafplatz · in der Küche, vermietet“; ein Nähplatz am Fenster); am Schluss von oben die Wohnung von damals hell und das goldene Quadrat von heute, mit den Schildern „damals, Zimmer und Küche · fast 4 Menschen, 28 m²“ und „heute, Schnitt aller Wiener · 1 Mensch, 35,5 m²“. Dazu ein Ausschnitt des flachen Plans als Blatt rechts, das Rosa zur Hälfte entsättigt, und der ganze Plan stark abgedunkelt als langsam treibender Grund unter den Blättern, Zitaten und Datenbildern. Wieder sind zwei Blicke in das Stockwerk die Vorlagen der zwei gemalten KI-Bilder (beide Videos).
  2. unbekannt (Fotograf:in; herausgegeben vom Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum), Die Wohnungspolitik der Gemeinde Wien (das Foto „Der Gang in dem Hause III, Schimmelgasse 17 (erbaut 1859). Das sind die Wohnungstüren, die in diesen Gang münden.“, S. 19), 1929 (2. Auflage). Wienbibliothek im Rathaus, digital.wienbibliothek.at. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: im Short ohne Bildtitel, Druckraster entfernt, Tonwert gestreckt, warm getönt; in der Mitte langsame Fahrt in den Gang, am Schluss näher und abgedunkelt unter der Frage; im langen Video ein Ausschnitt des Fotos, bildfüllend, zu 40 % entsättigt, langsamer Zoom, zweimal (zu den Zahlen von 2001 und heute, das erste Mal etwas abgedunkelt) (beide Videos).
  3. SchiDD (Fotograf), Calbe-Becken (ein gusseisernes Becken der Wiener Firma Wallner & Neubert, heute in einem Vorgarten in Calbe (Saale); im Film als Beispiel für eine Bassena, nicht für den Ort), 21. September 2024. Wikimedia Commons. Lizenz: CC BY 4.0. Änderung: im Short Ausschnitt im Hochformat, langsame Fahrt näher; im Bild steht „Bassena der Wiener Firma Wallner & Neubert · Foto: SchiDD, CC BY 4.0, Wikimedia Commons“; im langen Video ein Ausschnitt im Querformat, bildfüllend, langsamer Zoom; im Bild steht „Bassena der Wiener Firma Wallner & Neubert, heute erhalten in Calbe (Saale), Foto 2024 · SchiDD, CC BY 4.0, Wikimedia Commons“ (beide Videos).
  4. Lucien Le Saint (Kameramann, Archives de la Planète), Marché couvert et scènes rurales (im Short Frauen in der Schlange vor den Ständen einer Wiener Markthalle, Rolle AI140423 ab 2:01,5; im langen Video die Schlange vor dem Stand „Marie Ruzycki · Viktualienhändlerin“ (ab 2:12) und Männer und Buben mit Holzbündeln auf dem Rücken (ab 5:20)), März 1920. Musée départemental Albert-Kahn (Département des Hauts-de-Seine), über Wikimedia Commons. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: im Short zehn Sekunden, die schwarzen Ränder der Abtastung beschnitten, mit 18 statt 30 Bildern je Sekunde gezeigt (das Museum hat die Bildrate nicht angepasst), über die volle Breite auf einem unscharfen, abgedunkelten Grund aus demselben Bild; im langen Video die ersten zwei Einstellungen, ebenfalls mit 18 statt 30 Bildern je Sekunde, 4:3 in voller Höhe, die Seiten schwarz; im Bild steht „Wien, März 1920“ und bei den Holzträgern „Wien und Umgebung, März 1920“, denn den Ort Wien belegt dort keine Quelle (beide Videos).
  5. Lucien Le Saint (Kameramann, Archives de la Planète), Scènes de rue, marché, forêt dévastée (ein kahl geschlagener Hang voller Baumstümpfe, eine Frau mit einem Reisigbündel auf dem Rücken geht durchs Bild, Rolle AI140403 ab 0:42), März 1920. Musée départemental Albert-Kahn (Département des Hauts-de-Seine), über Wikimedia Commons. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: mit 18 statt 30 Bildern je Sekunde, 4:3 in voller Höhe, die Seiten schwarz, zweimal: am Anfang, zum Ende der Einstellung abgedunkelt, und vor dem Schluss; im Bild steht „Wien und Umgebung, März 1920“ (langes Video).
  6. Lucien Le Saint (Kameramann, Archives de la Planète), Vienne (der Praterstern mit der Tegetthoff-Säule, ein Mann mit Kappe lächelt in die Kamera, Rolle AI45323 ab 11:20 (Positivkopie mit Zwischentiteln)), März oder April 1920 (Titelkarte „Avril 1920“, Operateursbuch „Mars 1920“). Musée départemental Albert-Kahn (Département des Hauts-de-Seine), über Wikimedia Commons. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: mit 18 statt 30 Bildern je Sekunde, 4:3 in voller Höhe, die Seiten schwarz; das letzte Bild nach dem letzten Satz über 1900, vor der Frage am Schluss; im Bild steht „Wien, Frühjahr 1920“ (langes Video).
  7. unbekannt (Fotograf:in; herausgegeben vom Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum), Die Wohnungspolitik der Gemeinde Wien (das Foto „‚Der Waschtag von einst.‘ Aus einem alten Wiener Hause in ‚Liechtental‘.“, S. 47: ein Hof mit Pawlatsche, Waschtrögen und einem Wandbecken mit Auslauf), 1929 (2. Auflage). Wienbibliothek im Rathaus, digital.wienbibliothek.at. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: Ausschnitt des Fotos, bildfüllend, zu 40 % entsättigt, langsamer Zoom; im Bild mit „Hof in Lichtental, Foto vor 1929“ (langes Video).
  8. Martin Löfgren (Fotograf), "WIEN, MEIN KABINETT IN No 81 SCHÜTTELSTR., 25/9 1904." (das möblierte Kabinett eines Untermieters mit Bett, Tisch und Petroleumlampe), 1904. Wien Museum, Inv.-Nr. 166702/25. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: ganz, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom; im Bild steht „Untermieter, kein Arbeiterhaushalt“ (langes Video).
  9. Hermine Heller-Ostersetzer (Künstlerin; Verlag: Österreichische Staatsdruckerei), "Familienleben" aus der Serie "Das Leben der Armen ist bittrer als der Reichen Tod" (eine Lithografie: Waschtag in einer Wohnküche voller Dampf, eine Frau am Waschschaff, ein Bub, ein Mädchen an der Tür), 1900. Wien Museum, Inv.-Nr. 94151/4. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: Ausschnitt ohne Papierrand und Farbkarte, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom (langes Video).
  10. unbekannt (herausgegeben vom Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum), Die Wohnungspolitik der Gemeinde Wien (S. 9: das Foto „Ein Straßenbild aus dem auf Seite 6 dargestellten Stadtviertel. (II, Stuwerstraße.)“ und der Text, nach dem eine Wohnung aus Zimmer und Küche „rund 30 Kronen monatlich“ kostete und der Zins zur „Aufnahme von Untermietern und Bettgehern“ zwang), 1929 (2. Auflage). Wienbibliothek im Rathaus, digital.wienbibliothek.at. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: die ganze Seite als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom, die Farbe des Papiers zur Hälfte entsättigt (langes Video).
  11. Emil Kläger (Autor; Fotos: Hermann Drawe), Durch die Wiener Quartiere des Elends und Verbrechens (die Titelseite), 1908. Internet Archive (Scan von Google), durchdiewienerq00klgoog. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: ganz, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom (langes Video).
  12. Hermann Drawe (Fotograf; im Buch von Emil Kläger), Durch die Wiener Quartiere des Elends und Verbrechens (die Tafel „Außenansicht eines Massenquartiers in der Floßgasse.“ (Blatt 327 des Scans)), gedruckt 1908. Internet Archive (Scan von Google), durchdiewienerq00klgoog. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: im Buch quer gedruckt, hier aufrecht gedreht, ohne Seitenrand, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom (langes Video).
  13. unbekannt (Fotograf:in; abgedruckt in Adelheid Popps Buch), Der Weg zur Höhe (S. 18, das Foto „Adelheid Dworschak“: Adelheid Popp unter ihrem Mädchennamen), aufgenommen vor 1894 (erschlossen), gedruckt 1929. Wienbibliothek im Rathaus, digital.wienbibliothek.at. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: nur das Foto, ohne die Textseite, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom, viermal; im Bild steht „Adelheid Popp (geb. Dworschak), vor 1894“ (langes Video).
  14. Emil Mayer (Fotograf), Zwei strickende Frauen, 1905–1911. Wien Museum, Inv.-Nr. 111448/101. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: Ausschnitt ohne Diarand, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom, zweimal; im Bild steht beim ersten Mal „teils gestellt“ (langes Video).
  15. unbekannt (Ansichtskarte, Lichtdruck), "Národni Hostinec" [tschechisches nationales Gasthaus/Volkswirtshaus], Inhaber: Jan Krof, 16., Ottakringer Straße 67 (das tschechische Gasthaus, davor rund 60 Gäste, Kellner und Kinder, für das Foto aufgestellt), um 1910. Wien Museum, Inv.-Nr. 310454. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: Vorderseite ohne Rand und Farbkarte, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom (langes Video).
  16. unbekannt; ausgestellt vom Magistratischen Bezirksamt für den I. Bezirk, Arbeitsbuch der Modistin Helene Kastner (später Helene Storch, 1891 - 1989), 1907–1916 (Gebrauch). Wien Museum, Inv.-Nr. 311725. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: fünf Bilder nacheinander (der Umschlag, die Personalien auf S. 2 f. und die Stellen in Abbazia auf S. 10 f., am Neuen Markt auf S. 12 f. und in der Walfischgasse auf S. 24 f.), je ohne Farbkarte als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom (langes Video).
  17. Josef von Kühn (Autor), Die Wiener Volksküche (S. 134, die „Muster-Speisen-Karte für die Mittags-Kost im Monate Jänner.“), 1890. Wienbibliothek im Rathaus, digital.wienbibliothek.at. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: die ganze Seite als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom, die Farbe des Papiers zur Hälfte entsättigt, zweimal (langes Video).
  18. Theodor Breidwiser (Breitwieser, Breidwieser) (Illustrator), "Eine Volksküche in Wien. Originalzeichnung von Th. Breidwiser. (S. 854.)" (ein Holzstich aus der Zeitschrift „Über Land und Meer“: die Ausgabe einer Volksküche, davor Gäste an langen Tischen), 1874. Wien Museum, Inv.-Nr. 209511. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: ohne Papierrand und Farbkarte, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom (langes Video).
  19. Emil Mayer (Fotograf), "Wiener Typen und Straßenbilder": Marktszene, um 1908. Wien Museum, Inv.-Nr. 78458/3. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: ohne Karton und Farbkarte, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom; im Bild steht „teils gestellt“ (langes Video).
  20. unbekannt, The giant price demonstration in front of Vienna (Das interessante Blatt, 1911) (eine Fotomontage aus „Das interessante Blatt“: die Demonstration gegen die Teuerung, eine riesige Menge vor dem Rathaus), 21. September 1911. Wikimedia Commons. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: ganz, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom; im Bild als Fotomontage bezeichnet (langes Video).
  21. unbekannt, Price revolt in Vienna - Bloody clashes in Ottakring (Das interessante Blatt, 1911) (eine Zeichnung aus „Das interessante Blatt“: berittene Polizei schlägt in Ottakring in eine Menge, September 1911), 21. September 1911. Wikimedia Commons. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: ganz, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom; im Bild als Zeichnung bezeichnet (langes Video).
  22. unbekannt (Zeichner:in, „Das interessante Blatt“; abgedruckt in Adelheid Popps Buch), Der Weg zur Höhe (S. 30, die Zeichnung „Die Versammlung in den ‚Drei-Engel-Sälen‘“ mit der Bildzeile „Ein Bild aus dem ‚Interessanten Blatt‘“: eine junge Frau spricht am Rednerpult vor einem Saal voller Frauen), gedruckt 1929. Wienbibliothek im Rathaus, digital.wienbibliothek.at. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: nur die Zeichnung, ohne den Text, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom (langes Video).
  23. unbekannt (herausgegeben vom Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum), Die Wohnungspolitik der Gemeinde Wien (S. 5: der „Grundriß eines Wohnhauses der Vorkriegszeit mit Ausschrotung des Baugrundes, kleinem Haupthof und Lichthof, in die Wohnräume, Küchen und Aborte münden.“ und der Satz „Der Spielplatz für die Kinder, die in diesen Häusern aufwuchsen, mußte die Straße sein.“), 1929 (2. Auflage). Wienbibliothek im Rathaus, digital.wienbibliothek.at. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: die ganze Seite als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom, die Farbe des Papiers zur Hälfte entsättigt; links daneben der Satz als Zitat (langes Video).
  24. unbekannt, Klappbett für Dienstbotinnen aus dem Haus 3., Gerlgasse 16 - Bettgestell, um 1900. Foto: TimTom, Wien Museum. Wien Museum, Inv.-Nr. 238043/1. Lizenz: CC BY 4.0. Änderung: ganz, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom (langes Video).
  25. unbekannt, Dienstmädchenkleid, um 1890. Foto: Christin Losta. Wien Museum, Inv.-Nr. M 2282. Lizenz: CC BY 4.0. Änderung: die Ansicht von vorn, ganz, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom (langes Video).
  26. August Stauda (Fotograf), 8., Alserstraße 23 - Findelhaus, 1885–1915. Wien Museum, Inv.-Nr. 28872. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: ohne Karton und Farbkarte, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom (langes Video).
  27. August Stauda (Fotograf), 8., Alser Straße 23 - Findelhaus - Hofansicht, um 1908. Wien Museum, Inv.-Nr. 34101/2. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: ohne Karton und Farbkarte, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom (langes Video).
  28. Polizeifotografie (1914 - 1918) (Fotograf), Warteschlange vor Anker-Brot-Verkaufsstelle (Ottakringer Straße) (laut Rückseite „Brotverkauf im XVI., Ottakringerstraße. 11. u. 12. April 1915.“), 1915. Wien Museum, Inv.-Nr. 41233/4. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: ohne Karton und Farbkarte, bildfüllend, langsamer Zoom, leicht entsättigt; im Bild steht „Brotverkauf, Ottakringer Straße, 11. und 12. April 1915 · Polizeifoto“ (langes Video).
  29. Moritz Ledeli (Aquarellist), "Zentralküche und Speisestelle X. / städt. Straßenbahnremise Favoriten", 1914–1918. Foto: Birgit und Peter Kainz, Wien Museum. Wien Museum, Inv.-Nr. 42296. Lizenz: CC BY 4.0. Änderung: ohne Kartonrand und Farbkarte, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom (langes Video).
  30. unbekannt, Lebensmittelkarte aus dem Ersten Weltkrieg: "Wiener Brotbezugskarte", 1918. Wien Museum, Inv.-Nr. 303427/7. Lizenz: CC0 1.0. Änderung: die Vorderseite ohne Farbkarte, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom, die Farbe des Papiers zur Hälfte entsättigt (langes Video).
  31. Stadt Wien, Wohnungsamt, Amtsblatt der Stadt Wien (Nr. 93, S. 2234: der „Monatsbericht des Wohnungsamtes der Stadt Wien für Oktober 1918“ mit 266 leerstehenden Wohnungen), 19. November 1918. Wienbibliothek im Rathaus, digital.wienbibliothek.at. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: ein Ausschnitt der Seite als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom, die Farbe des Papiers zur Hälfte entsättigt (langes Video).
  32. Gesamtministerium (Verordnung), abgedruckt bei Fritz Winter, Der Mieterschutz (S. 35: § 2 der Verordnung vom 26. Jänner 1917, R.-G.-Bl. Nr. 34, „Verbot einer nicht gerechtfertigten Erhöhung des Mietzinses“), Verordnung 1917, gedruckt 1918 (2. Auflage). Wienbibliothek im Rathaus, digital.wienbibliothek.at. Lizenz: gemeinfrei (Public Domain). Änderung: ein Ausschnitt mit dem Zwischentitel und dem ersten Satz von § 2, als Blatt rechts über dem stark abgedunkelten Grundriss, leichter Zoom, die Farbe des Papiers zur Hälfte entsättigt (langes Video).

KI, Stimme und Musik

In jedem der beiden Filme sind zwei Bilder mit KI gemalt und als „KI-Bild, kein Foto“ gekennzeichnet: das Zimmer der gezeigten Wohnung und ihre Küche. Im Short ist die Küche der Blick durch die Tür; im langen Video sind beide neu im Querformat gemalt, das Zimmer vom Fenster zur Küchentür, die Küche mit dem vermieteten Schlafplatz, leicht entsättigt und groß beschriftet „KI-Bild, kein Foto · gemalt nach dem echten Grundriss“. Vorlage war je ein Blick in Augenhöhe in das 3D-Stockwerk aus dem echten Grundriss, mit den Möbeln nach Wohnungsbeschreibungen von 1894 bis 1918; gemalt mit Nano Banana 2.1 (Google, über OpenRouter), ohne Menschen und ohne Schrift. Welche Möbel dastehen, ist in diesen Beschreibungen belegt; ihre Stellung, die Farben, Wäsche und Kleidung sind Darstellung. Sonst ist in beiden Filmen nichts mit KI gemalt oder bewegt: Grundriss, Fotos, Zeichnungen, Dokumente und Filme sind echt, das 3D-Stockwerk ist aus den Wänden des echten Plans gebaut, Felder, Schilder, Möbel, Zähler, Balken und Quadrat sind aus den Zahlen und Beschreibungen gezeichnet. In beiden Filmen sind Stimme, Musik und Geräusche mit KI erzeugt: die Stimme mit Gemini 3.8 Flash TTS („Charon“), die Musik mit Lyria 3 Pro (über OpenRouter), im langen Video dieselbe Musik, aber nur an vier Stellen. Die Geräusche kommen von ElevenLabs: im Short das Klacken des Papiers, der Bleistift und das Rattern des Projektors, im langen Video nur ein Klacken bei jedem Sprung zwischen dem Film von 1920 und der Zeit um 1900. Darunter liegt in beiden ein gerechnetes Rauschen als Raumton.

Jede Aussage des Shorts und ihre Belege

  1. Vier Menschen, achtundzwanzig Quadratmeter, vier Klos für sieben Wohnungen. Im Bild: „Wien, um 1900 · 4 Menschen, 28 m²“, dann „4 Klos · für 7 Wohnungen“, im 3D-Stockwerk die Schilder „28 m²“ und „Klos“.

    „Vier Menschen“ ist der gerundete Schnitt von 3,89, keine bestimmte Familie. Die 28 m² und die vier Klos gelten für die gezeigte Wohnung und dieses eine Haus der Werbeschrift, sie sind keine Statistik. Die Werbeschrift nennt für Zimmer und Küche 25 bis 28 m²; die gezeigte Wohnung liegt am oberen Rand, ihre Küche ist tiefer als die der Nachbarwohnungen. Ein bestimmtes Haus nennt die Werbeschrift nicht; sie schreibt „Vorkriegszeit“, im Bild steht „vor 1914“.

  2. So wohnte um 1900 fast jeder dritte Mensch in Wien. Im Bild: „fast jeder dritte · lebte 1900 in Zimmer und Küche“.

    „So“ heißt: in einer Wohnung aus zwei Räumen, die Küche mitgezählt. Meist war das Zimmer und Küche, seltener Kabinett und Küche; die Zählung von 1900 trennt die beiden nicht. Nicht jede dieser Wohnungen hatte genau 28 m². Eine amtliche Quelle, am Scan zweimal gelesen. Der Film sagt „Mensch in Wien“, nicht „Wiener“: gezählt sind alle Anwesenden, auch Zugewanderte ohne Heimatrecht.

  3. Das Klo war draußen am Gang, bei fast drei von vier Wiener Wohnungen. Im Bild: „Klo am Gang · fast 3 von 4 Wohnungen, 1900“.

    „Fast drei von vier“ sind 72,7 % aller bewohnten Wohnungen; zählt man nur die, bei denen das Jahrbuch die Lage kennt, sind es 80,2 %. Gezählt hat das Jahrbuch den Abort außerhalb des Wohnungsverschlusses. Dass er meist am Gang lag, beschreiben die Werbeschrift 1929 und Hardy als den typischen Fall; gezählt hat das niemand.

  4. Das Wasser auch: eine Leitung für mehrere Wohnungen, die Bassena. Im Bild: „die Bassena · eine Leitung für mehrere Wohnungen“ über dem Foto eines Beckens.

    Wie viele Wohnungen sich eine Bassena teilten, hat niemand gezählt: Hardy schreibt „zwei oder mehr Familien“, das Wien Geschichte Wiki nennt das Stockwerk. Darum sagt der Film „für mehrere Wohnungen“. Die Lage am Gang ist für 1919 gezählt; für 1900 zählt das Jahrbuch nur, wo das Wasser in der Wohnung war (diese Seite hat keinen brauchbaren Volltext, die Zahl ist am Seitenbild gelesen). Das Becken im Foto stammt von einer Wiener Firma und steht heute in Calbe in Deutschland; es zeigt, wie eine Bassena aussah, nicht wo.

  5. In jeder fünften solchen Wohnung lebten sechs Menschen und mehr. Im Bild: „jede fünfte · Zimmer-Küche-Wohnung: 6 Menschen und mehr“.

    „Solche“ sind die Wohnungen aus zwei Räumen, die Küche mitgezählt. Eine zweite Zählung für 1900 haben wir nicht gefunden; die Zahl ist am Scan zweimal gelesen. Die Tafel sagt „Zimmer-Küche-Wohnung“; gezählt sind Wohnungen aus zwei Räumen samt Küche, also auch Kabinett und Küche.

  6. Im Bild, mit „sechs Menschen und mehr“: Möbel sinken in die Wohnung, im Zimmer drei Betten (die Eltern in zwei Betten nebeneinander), ein Kinderbett, ein Kasten, ein eiserner Ofen, ein Tisch, zwei Sessel und eine Kommode, in der Küche Herd, Kredenz, Schaff und ein Schlafplatz.

    Belegt sind drei Betten bei großen Familien und weniger Schlafstellen als Menschen, dazu Kasten, Kinderbett, eiserner Ofen und der Herd in der Küche; Tisch, Kommode und Kredenz haben je eine Quelle. Ob das Ehebett ein breites Bett war oder zwei Bettstellen nebeneinander, haben wir nicht gefunden; wo die Möbel stehen, ist Darstellung. Philippovich besuchte 1894 vor allem schlechte Wohnungen, seine Listen zeigen eher die Untergrenze; Frei zählte 1918, im Krieg, 70 Kleinwohnungen in zwei Bezirken.

  7. Um den Zins zu zahlen, vermieteten viele noch einen Schlafplatz weiter. Im Bild: ein gemaltes Zimmer, darüber groß „KI-Bild, kein Foto · so könnte es ausgesehen haben“.

    „Viele“, nicht „die meisten“: 1900 hatten 11 % aller Parteien Bettgeher. Die Werbeschrift 1929 schreibt „die meisten“ und nennt den Zins „enorm hoch“, das ist ihre Wertung. Den Grund nennt ohne Wertung Walter Schiff, der die amtliche Erhebung von 1912 bis 1914 bearbeitet hat.

  8. An Bettgeher: Jeder fünfundzwanzigste Mensch in Wien war einer. Im Bild: der Blick durch die Tür in die gemalte Küche, mit dem Schild „Schlafplatz“ am Bett und „KI-Bild, kein Foto“, dazu „Bettgeher · 1900: 1 von 25 Menschen in Wien“.

    Hardy zählt 1910, nicht 1900: ein anderes Jahr, dieselbe Größe. Bettgeher waren Männer und Frauen, die in einer fremden Wohnung nur einen Schlafplatz mieteten. Bettgeher schliefen in der Küche, im Kabinett oder mit der Familie im Zimmer, oft zu zweit in einem Bett. Der Schlafplatz in der gemalten Küche der gezeigten Wohnung ist eine Darstellung, belegt ist dieser Platz nicht. Die Küche ist dunkel gemalt, weil sie Licht nur über den Gang bekam (Werbeschrift 1929, S. 4).

  9. Im Bild, bei beiden gemalten Bildern: „KI-Bild, kein Foto: gemalt nach dem echten Grundriss · Einrichtung nach Erhebungen 1894 bis 1918“.

    Freie Fotos aus dem Inneren einer Wiener Arbeiterwohnung vor 1914 haben wir nicht gefunden, darum zwei gemalte Ansichten. Vorlage war je ein Blick in Augenhöhe in das 3D-Stockwerk aus dem echten Grundriss, mit den Möbeln von oben; das Bildmodell malte danach, ohne Menschen und ohne Schrift. Belegt sind Petroleumlicht, Ziegelboden in der Küche und die dunkle Gangküche; Wäsche, Kleidung, Flecken und Farben sind Darstellung.

  10. Im Krieg wurde kaum noch gebaut. Im Bild ein Zähler „neue Wohnungen in Wien“, Jahr für Jahr: 1913: 13.128, 1914: 8.666, 1915: 4.726, 1916: 835, 1917: 314, 1918: 36.

    Die Zahlen haben wir nur bei Hardy gefunden, der sie aus dem Statistischen Jahrbuch der Stadt Wien nimmt; so steht es auch im Bild. Gezählt ist der Nettozuwachs, also der Zuwachs nach Abzug der weggefallenen Wohnungen; im Bild steht kurz „neue Wohnungen“. Der Zähler zeigt nur diese echten Jahreswerte, keine Zwischenwerte.

  11. Das ist Wien im März 1920: Frauen stehen beim Gemüsehändler an. Wohnungen und Essen blieben knapp. Im Bild: „Wien, März 1920 · echter Film“.

    Der Film zeigt zehn Sekunden aus der Rolle AI140423: Frauen in der Schlange vor den Ständen einer Markthalle, an den Schildern „Marie Zoder“, „Klara Glaser“ und „Ruzycki“. Zu dieser Rolle schreibt das Museum nur „Szenen in der Markthalle“; „beim Gemüsehändler“ steht in seiner Beschreibung einer zweiten Rolle aus demselben Monat. Welche Markthalle es ist, nennt das Museum nicht. Für Preise und Kinderausspeisung haben wir je eine Quelle; der Preisindex ist die österreichische Reihe, abgedruckt in Hamburg.

  12. Heute hat ein Mensch in Wien im Schnitt mehr Platz als damals eine ganze Familie. Im Bild: „heute · 35,5 m² für einen Menschen“, am Grundriss „damals: 4 Menschen, 28 m²“ und „heute: 1 Mensch, 35,5 m²“.

    Es gibt zwei amtliche Zahlen: Das Register zählt 35,5 m², die Befragung des Mikrozensus 37,1 m². Der Film nimmt die kleinere; im Bild steht „Wohnfläche 2024, Überbelag 2025: Statistik Austria“. Wien in Zahlen nennt gerundet 35 m² aus denselben Registerdaten. „4 Menschen“ ist wie am Anfang der gerundete Schnitt von 3,89.

  13. Eng ist es trotzdem für viele: fast jeder elfte Haushalt gilt als überbelegt. Im Bild: „überbelegt heute · 8,8 % der Wiener Haushalte“.

    Eine amtliche Quelle, eine Befragung (Mikrozensus 2025, eine Stichprobe). 8,8 % ist etwas weniger als jeder elfte Haushalt (9,1 %). Nach dieser Grenze wäre eine Wohnung aus Zimmer und Küche von damals schon mit zwei Menschen überbelegt.

  14. Im Bild, in der Mitte und am Schluss: „Foto: Gang im Haus Schimmelgasse 17, Wien 3 (erbaut 1859)“.

    Das Baujahr steht im Bildtitel der Werbeschrift. Wann das Foto aufgenommen wurde, sagt sie nicht; erschienen ist es 1929. Die Türen am Gang sind laut Bildtitel Wohnungstüren.

Literatur und Quellen

So misst wohnwahn